Die Manipulierung durch das Erwachen von Gefühlen der Schuld

Veröffentlicht: Januar 20, 2015 in Uncategorized

Viele unsere Verhältnisse basieren viel zu sehr an Manipulationen. Es ist egal auf welcher Ebene. Ob Politischer, Eltern- Kind, Lehrer- Kind oder Partner-Partner. Es ist völlig egal was wir analysieren, wir sehen die gleichen Muster. Weil ich der Meinung bin, das jedes Problem unserer Gesellschaft bei jeden einzelnen von uns anfängt, werde ich mehr über die Manipulationen in unseren Verhältnissen mit anderen schreiben. In diesem Jahr habe ich ein Buch von Wayne Dyer gelesen, welches der Grund für diesen Post ist. Einige Beispiele sind aus diesen Buch, aber jeder von uns kennt sie auch aus eigener Erfahrung.

Die Manipulation fängt sehr früh an. Es gibt nicht viele Menschen, die ihre Verhältnisse führen, ohne bei anderen das Gefühl der Schuld zu wecken. Wenn wir noch klein sind, werden wir fast schon bombardiert mit solchen Manipulationen. Die Eltern sagen uns „wenn du das nicht tust, werde ich traurig sein“ oder wenn jemand auf uns aufgepasst hat „deine Eltern werden nicht glücklich sein, wenn sie das hören“. Schon wenn wir sehr klein sind, sagen sie uns damit „du bist nicht gut wie du bist“ und langsam wächst das Gefühl der Schuld in uns. Das ist erst der Anfang. Weiter geht es in der Schule, fast das gleiche Spiel. Nur das uns jetzt der Lehrer manipuliert und sagt „deine Eltern werden nicht zufrieden sein“ Jetzt kommen Beispiele die jeder von uns kennt und wahrscheinlich auch selbst erlebt hat.

  1. Ihr habt eine(n) Freund(in). Alles ist super. Am einen Tag will sie(er) etwas von euch, aber ihr seid dagegen. Dann sagt sie(er) „wenn du mich Liebst, dann wirst du das machen“. Das hat jeder schon erlebt und natürlich machen das nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Einige glauben dann, dass wenn jemand wegen solchen Satzes etwas für sie tut, dass er sie Liebt, leider ist das nicht so.
  2. In der Schule schreibt ihr ein Mate Test und ihr bekommt eine 2. Ihr kommt nachhause und erzählt das eurer Mutter. Sie sagt nicht wie gut das ist sondern: „welche Note hat „Patricia“ bekommen?“. Ihr sagt: „eine 1“. Sie antwortet: „Wieso hast du keine 1? Es war doch möglich“. Dann schreibt ihr Geschichte. ihr bekommt eine 2 aber „Patricia“ eine 3. Ihr erzählt das eurer Mutter und sie sagt: „Mich interessiert nicht was die anderen schreiben.“ Ein typisches Beispiel bei dem die anderen nur für die Manipulation und das Gefühl der Schuld wichtig sind.
  3. Ihr seid zuhause und schaut gerade eure Lieblings Serie die noch 3 Minuten dauert. Eure Mutter braucht z. b. ein Stuhl aus dem Keller. Ihr sagt nur noch 3 Minuten, dann gehe ich in den Keller. Aber meistens bekommt ihr eine Antwort in solchen Sinne: „lass nur, ich werde das schon alleine mit meinen schlechten rucken schaffen, schau du nur den Fernseher“. Bei diesem Beispiel sind beide betroffene Menschen unzufrieden und wir werden uns noch schuldiger fühlen. Das sind nur ein paar Beispiele, die wir alle kennen. Auch Männer machen solche Dinge, aber in Durchschnitt machen das Frauen öfter. Wenn wir uns in diesen Beispielen gefunden haben, dann ist das sehr gut, weil uns bewusst ist, dass wir mit anderen manipulieren.

Die Manipulation ist natürlich auf Dauer nicht gut. Es gibt auch Menschen, die kein Gefühl der Schuld bei anderen wecken müssen und viel bessere Verhältnisse mit ihnen haben. Warum manipulieren wir mit anderen? Wir sind meistens unzufrieden mit sich selbst und dann glauben wir, dass das der einzige Weg ist um das was wir wollen zu bekommen. Wir sind sehr unruhig und wollen alles sofort. Wir manipulieren mit anderen, weil wir das schon aus unserer Kindheit kennen und das für normal halten. Was können wir machen, dass wir nicht mehr so mit anderen manipulieren? Wir können allen, die in unserem Umfeld wichtig sind sagen, dass wir das ändern wollen und dass sie uns daran erinnern sollen, wenn wir wieder manipulieren wollen. Wir können auch eine Liste erstellen, mit Sätzen, die wir verwenden um mit anderen zu manipulieren. Wenn wir daran arbeiten dies völlig abzuschalten, dann werden auch unsere Verhältnisse besser. Niemand mag es, wenn mit ihm manipuliert wird. Das, was wir selbst nicht möchten, dass jemand zu uns sagt oder tut, sollten wir auch anderen nicht antun.

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Kommentare
  1. Tadej sagt:

    Sehr gutte beispiele und noch besseres ende!

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  2. Shepherd sagt:

    Hinter dem, was du Manipulation bezeichnest, stehen Prägungen von Menschen, die auf ähnliche Weise erzogen wurden und deren Eltern ebenfalls auf ähnliche Weise erzogen wurden. Wenn du rückwärts denkst, kannst vielleicht ermessen, welche Spirale sich da zeigt.

    Du schreibst:
    „Das, was wir selbst nicht möchten, dass jemand zu uns sagt oder tut, sollten wir auch anderen nicht antun.“
    Dieser Satz stammt aus der Bibel und wurde auch von Kant wieder aufgegriffen. Diese „Weisheit“, die quasi jeder schon einmal benutzt hat, um sich von der Masse abzugrenzen, nützte ihm insofern wenig, weil er sie selbst nicht einzuhalten in der Lage war.

    Weltveränderung geht langsam, aber sie „geht“, sonst würden wir noch immer alles glauben, was man uns glauben lassen will. 😉

    Um die kollektive Prägung unserer Gesellschaft zu „entkommen“, nützt ein anderer ebenso alter Spruch:
    „Wenn jeder vor seiner Tür fegt, wird die Welt viel sauberer“.

    Was tust du, um die Welt besserer, oder – wie du es ausdrückst – weniger manipulativ zu machen?

    lieben Gruß – Shepherd

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    • urbanbahcic sagt:

      Danke für deinen Kommentar.
      Das ist richtig was du als spirale bezeichnest. Ich nenne das lieber der Kreiß aus den wir nicht herauskommen. Natürlich zieht sich, dass schon seit mehrere Generationen, bin aber der Meinung, dass die Menschen langsam anfangen nachzudenken was sie besser machen können. Natürlich dürfen wir nicht jetzt den Eltern die Schuld geben, weil sie es nicht besser wüsten. Sie haben ihr Bestes getan.
      Einmal müssen wir aus der Kreiß herauskommen, deshalb sind wir hier um etwas zu verändern

      Ja viele wissen auch diese Dinge über die ich schreibe aber es ist ein unterschied etwas zu wissen oder auch so zu leben.
      Was ich mache? Ich versuche nur die Dinge zu schreiben an die ich mich auch halten kann. Auch in den Verhältnissen mit anderen versuche ich das alles zu befolgen. Vielleicht ist es mein Vorteil, dass ich sehr ruhig bin und es mich schwer ist aus der Ruhe zu bringen.
      Es gibt auch ein Buch, das uns helfen kann uns besser zu verstehen. Ich weiß nicht ob du in den Blog nachgeschaut hast? Es heißt [psi]. In Slowenien ist dass das meist verkaufte Buch der letzten 4 Jahre. Und jeden empfähle ich dieses Buch es zu Lessen. Wir können niemanden ändern aber wir können ein Vorbild sein und so langsam wird alles besser.

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